
syouryu: Suzugami, Zinn geformt vom Hammer eines Glockenmachers
syouryu ist die neue Marke von Shimatani Shoryu Kobo, einer Werkstatt in Takaoka, Toyama, die sich seit 1909 auf Orinspezialisiert hat, die schalenförmigen Glocken, die in buddhistischen Tempeln verwendet werden. Von weniger als zehn Orin-Handwerkern in ganz Japan arbeiten drei hier. Sie fertigen die Glocken, indem sie Metallblech hämmern, formen und ihren Klang stimmen, und genau dieses Hämmern ist das Herzstück von allem, was syouryu herstellt.
Das Können hinter Suzugami
Zinn ist weich und wenig widerstandsfähig im Vergleich zu Metallen wie Eisen. Doch gerade diese Weichheit bedeutet, dass es sich frei formen lässt. Könnte diese Eigenschaft Teil des Alltags werden? Diese Frage war der Anfang von Suzugami, „Zinnpapier“.

Metall wird fester, wenn es bearbeitet wird. Das Zinn wird zunächst immer wieder durch Walzen geführt und wird dabei jedes Mal dünner und fester. Trotzdem ist es für ein Produkt noch zu weich. Der letzte Schritt nutzt das Handwerk des Orin-Machers: das Hämmern. Das Hämmern macht das Zinn noch fester und hinterlässt ein schönes Muster auf seiner dünnen Oberfläche.

In gleichmäßigem Rhythmus geschlagen, in gleichen Abständen und mit gleicher Kraft, verwandeln die Hammerspuren die Oberfläche. Schlägt man zu fest, bricht sie; neigt man den Hammer, entsteht keine Spur. Es ist wirklich schwierig, und nur jahrelange Erfahrung im Glockenhämmern macht es möglich.
Geboren in Takaoka
Am Fuß des Tateyama-Gebirges ist Takaoka seit Langem ein Zentrum für Kupferwaren, Metallguss und buddhistisches Altarhandwerk in Japan. Doch hier wie anderswo reicht es nicht mehr, einfach dieselben Dinge wie früher herzustellen. In Takaoka gibt es eine Gruppe junger traditioneller Handwerkerinnen und Handwerker unter 40, die gemeinsam daran arbeiten, das örtliche Gewerbe neu zu beleben, und Herr Shimatani gehörte dazu.
Bei einer der Ausstellungen der Gruppe stellte er Suzugami als neue Herausforderung vor. Mit der Resonanz, die es fand, hatte er nie gerechnet. Es sprach sich schnell herum, und die Produktion kam nicht mehr nach.

Die Hauptarbeit von Herrn Shimatani ist die Herstellung von Orin, meist großer Glocken für Tempel. Anfangs fertigte er Suzugami allein, zwischen seinen Glockenarbeiten und nach Feierabend. Das wurde bald unmöglich, und heute helfen auch die anderen Orin-Handwerker der Werkstatt bei der Herstellung. Jedes Blech wird von einem erfahrenen Handwerker gehämmert und trägt dessen Sorgfalt in sich.





